Walter Moers

De nuevo gracias a la Wikipedia.
Moers es un tipo indescriptible, entre otras cosas porque se guarda muy mucho de la popularidad.
En español ya puede leerse su novela zamónica “13 vidas y media del capitán Osoazul” editada por Maeva y traducida por Miguel Sáenz?

Al final de esta página se encuentra un artículo publicado por el spiegel sobre la última película de este autor, tercera parte de sus parodias de Adolf Hitler: “der Bonker”.

Walter Moers (* 24. Mai 1957 in Mönchengladbach) ist ein deutscher Comic-Zeichner und Autor.
Inhaltsverzeichnis [Verbergen]
1 Leben
2 Werk
2.1 Comics
2.2 Zamonien-Romane
2.2.1 In Planung
2.3 Andere Romane
2.4 Drehbücher
2.5 Übersicht
3 Siehe auch
4 Weblinks

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Leben

Walter Moers lebte nach der Schule zunächst von Gelegenheitsarbeiten, begann dann eine kaufmännische Lehre und brachte sich selbst das Zeichnen bei. Er gilt als öffentlichkeitsscheu, gibt selten Interviews und lässt sich nicht fotografieren. Am 9. September 2005 wurde Moers für sein Werk Die Stadt der Träumenden Bücher mit dem Phantastik-Preis der Stadt Wetzlar, der mit 4000 Euro dotiert ist, ausgezeichnet.
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Werk
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Comics

Moers veröffentlicht seit 1984. Bekannt wurde er zunächst mit cartoonartigen Comics, die sich durch eine ironische Grundhaltung und bewusste Verletzung von politischer Korrektheit auszeichnen. Viele seiner Werke veröffentlichte er damals in den Satirezeitschriften Kowalski und Titanic. Bei Titanic wird er auch heute noch als ständiger Mitarbeiter geführt.

Seine bekanntesten Comicfiguren sind:
Das kleine Arschloch, ein altkluger und respektloser kleiner Junge, der den Erwachsenen grundsätzlich überlegen ist.
Der alte Sack, ein todgeweihter Rentner im Rollstuhl, der seine Umgebung auf sarkastische Art kommentiert. Der Großvater des kleinen Arschlochs.
Adolf, die Nazi-Sau, eine Interpretation von Adolf Hitler in der heutigen Welt.
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Zamonien-Romane

1988 erschien die erste Geschichte um Käpt’n Blaubär, die seitdem weite Verbreitung in Fernsehen, Kinderbüchern und Hörspielen fand. 1999 folgte der erste Zamonien-Roman: Die 13½ Leben des Käpt’n Blaubär. Mit dem Käpt’n Blaubär aus der Sendung mit der Maus hat dieser Roman allerdings wenig zu tun. Im Gegensatz zu dem großväterlichen Erzähler aus dem Fernsehen ist Blaubär im Buch noch jung und hat eine ganz andere Art, Geschichten zu erzählen. Der zweite Roman, Ensel und Krete, spielt in derselben fiktiven Welt Zamonien. Erstmals schreibt Walter Moers ein Buch aus der Sicht des zamonischen Autors Hildegunst von Mythenmetz. Walter Moers fungiert in diesem Roman nur als Übersetzer ins Deutsche. Allerdings handelt es sich um einen eigenständigen Handlungsstrang, der nur partiell an Käpt’n Blaubär anknüpft.

Die Zamonien-Romane sind nicht unbedingt Kinderbücher, teilweise geht es recht derb zu. Beispielsweise spielen in dem dritten Band der Reihe, Rumo & Die Wunder im Dunkeln, Zyklopen eine Rolle, deren Ernährungsgrundlage aus Lebewesen aller Art besteht, je zappeliger desto besser. Die Beute wird bei lebendigem Leib verspeist. Auch Fechtduelle, Schlachten und Foltermaschinen werden nicht minder blutig dargestellt. Sein Blaubärroman ist für Kinder besser geeignet, aber wegen vieler ironischer Anspielungen primär an Erwachsene gerichtet.

Am 9. September 2004 erschien der vierte Band der Reihe, Die Stadt der Träumenden Bücher, mit dem zamonischen Autor Hildegunst von Mythenmetz in der Hauptrolle. Dieser Band ist in einem blumigen, aber anspruchsvollen Stil geschrieben, der das Buch für Kinder relativ schwer lesbar macht. Am Ende dieses Buches fordert Walter Moers seine Leser dazu auf, ihm bei der Entscheidung zu helfen, welches Buch er als nächstes aus der zamonischen Sprache „übersetzen“ soll. Zur Auswahl stellt er das zweite Abenteuer von Mythenmetz in den Katakomben von Buchhaim und eines seiner Abenteuer in der Friedhofsstadt Dullsgard. Inzwischen setzt Walter Moers eine Grundkenntnis der bisher erschienenen zamonischen Bücher voraus, um die Handlung der folgenden Romane zu verstehen. Die phantasievollen Illustrationen in den zamonischen Büchern stammen vom Autor selber.
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In Planung

Am 2. November 2006 erscheint voraussichtlich der fünfte Zamonien Roman “Der Schrecksenmeister”. In diesem Roman wird sich das Geschehnis voraussichtlich wieder um den zamonischen Grossdichter und Lindwurm Hildegunst von Mythenmetz drehen. Walter Moers kündigte an, es würde sich um ein weiteres Abenteuer aus “Reiseerinnerung eines sentimentalen Dinosauriers” (Mythenmetz Erinnerung an die Kindheit, 10.000 Seiten, in Europa, Amerika, Asien, Australien und Afrika nie erschienen ), das entweder in den Friedhofssümpfen von Dullsgard (Westzamonien) oder wiederum in Buchhaim spielt. Ob Mythenmetz aber nun die Hauptrolle wirklich spielt oder nur der “Autor” (Walter Moers ist nur der “Übersetzer”) ist ist noch unklar. Das Buch kann man sich bei Amazon vorbestellen.

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Zamonien-Romane von Walter Moers

Die 13½ Leben des Käpt’n Blaubär | Ensel und Krete | Rumo & Die Wunder im Dunkeln | Die Stadt der Träumenden Bücher
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Andere Romane

In dem Roman Wilde Reise durch die Nacht aus dem Jahr 2001 beschrieb Moers die Reise des zwölfjährigen Gustave, der ein großer Zeichner werden möchte. Das Besondere ist, dass Moers dem Roman 21 Illustrationen des französischen Zeichners Gustave Doré zugrunde legte, um die er die Geschichte konstruierte. Er dreht also das Prinzip der Illustration um. Wie auch die Zamonien-Romane ist die Wilde Reise durch die Nacht kein Kinderbuch, die Bilder und Anspielungen sind nur für Erwachsene verständlich und geeignet. In jedem Fall sind all diese Bücher höchst unterhaltsam.
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Drehbücher

Für den Spielfilm Kleines Arschloch (1997) schrieb Moers das Drehbuch und die Texte der Filmmusik, für Käpt’n Blaubär (1999) das Drehbuch. Ein Drehbuch zu einem Zamonien-Roman ist derzeit in Arbeit.
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Übersicht
Die Klerikalen, 1985 (Comic)
Aha!, 1985 (Comic)
Herzlichen Glückwunsch, 1985 (Comic)
Hey!, 1986 (Comic)
Das Tier, 1987 (Bildergeschichte)
Schweinewelt, 1987 (Comic)
Die Schimauski-Methode, 1987 (Kinderbuch)
Von ganzem Herzen, 1989 (Comic)
Kleines Arschloch, 1990 (Comic)
Schöne Geschichten, 1991 (Comic)
Das kleine Arschloch kehrt zurück, 1991 (Comic)
Schöner leben mit dem kleinen Arschloch, 1992 (illustrierte Satiren)
Es ist ein Arschloch, Maria!, 1992 (Comic)
Der alte Sack, ein kleines Arschloch und andere Höhepunkte des Kapitalismus, 1993 (Comic)
Arschloch in Öl, 1993 (grafische Parodien)
Du bist ein Arschloch, mein Sohn, 1995 (Comic)
Sex und Gewalt, 1995 (Comic)
Wenn der Pinguin zweimal klopft, 1997 (Comic)
Kleines Arschloch – Der Film, 1997 (Film: Drehbuch und Liedtexte)
Adolf, 1998 (Comic)
Feuchte Träume, 1999 (Comic)
Adolf, Teil 2, 1999 (Comic)
Die 13½ Leben des Käpt’n Blaubär, 1999 (Roman) (ISBN 3-8218-2969-9) – Taschenbuch (ISBN 3-442-41656-6) – Hörbuch (ISBN 3-8218-5159-7)
Käpt’n Blaubär – Der Film, 1999 (Film: Drehbuch) -
Ensel und Krete, 2000 (Roman) (ISBN 3-8218-0890-X) – Taschenbuch (ISBN 3-442-45017-9) – Hörbuch (ISBN 3-8218-5164-3)
Schwulxx-Comix, 2000 (Comic, mit Ralf König)
Wilde Reise durch die Nacht, 2001 (Roman) (ISBN 3-8218-0890-X) – Taschenbuch (ISBN 3-442-45291-0) – Hörbuch (ISBN 3-8218-5171-6)
Schamlos!, 2001 (Comics mit Zusatzmaterial)
Der Fönig, 2002 (Bildergeschichte) (ISBN 3-8218-2947-8) – Taschenbuch (ISBN 3-453-87398-X) – Hörbuch (ISBN 3-8218-5222-4)
Rumo & Die Wunder im Dunkeln, 2003 (Roman) (ISBN 3-492-04548-0) – Taschenbuch (ISBN 3-492-24177-8) – Hörbuch (ISBN 3-89903-172-5)
Die Stadt der Träumenden Bücher, 2004 (Roman) (ISBN 3-492-04549-9) – Taschenbuch (ISBN 3-492-24688-5) – Hörbuch (ISBN 3-899-03225-X)
Adolf, Der Bonker, [noch nicht erschienen, war angekündigt für 2005] (Comic)
Das kleine Arschloch und der alte Sack – Sterben ist scheiße, 2006 (Film: Drehbuch)
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Siehe auch

Portal:Phantastik
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Weblinks
Literatur von und über Walter Moers im Katalog der DDB
www.kleines-arschloch.de
www.zamonien.de
www.wilde-reise.de
Interview “Blaubärs Reise in die Nacht” mit Walter Moers in der Zeitung Die Zeit von 2001
Selbstbildnis Moers’

MOERS-PARODIE

Schrumpfkur für Hitler

Von Wiebke Brauer

Ob durch Dokumentation, Spielfilm oder als gezeichnete Witzfigur – der finstere Mythos Hitler wird medial entzaubert. In Walter Moers’ drittem Adolf-Band “Der Bonker” mutiert der Führer endgültig zur merkantilen Lachnummer.

Des Führers Handy klingelt, Hitler meldet sich, jemand will ihm eine Kriegsversicherung andrehen, auch bei Niederlage werden alle Unkosten getragen, die Gebühr für die Versicherung beträgt eine Reichsmark pro Jahr. Hitler: “Soper! In der Tat, das äst verlockend.” Doch Ätsch, es war mal wieder Winston Churchill mit einem seiner üblichen Telefonstreiche.

Foto: Medienfonds GFP II KG

Walter Moers ist wieder seinem Element – der Geschmacklosigkeit. Schon in seinen ersten beiden Adolf-Bänden wurde Hitler mal von Außerirdischen entführt, die mit dem Führer und Mutter Theresa eine neue Superrasse züchten wollten, dann heiratete er Hermann Göring, der sich zuvor zur Frau (Hermine) umoperieren ließ, oder Adolf inspirierte auf einer seiner Zeitreisen Gertrude Stein mit den Worten: “Ein Jode ist ein Jode und bleibt ein Jode!”. Im Jahr 1998 war das neu, provokant, das durfte man nicht in Deutschland. Hitler durfte im öffentlichen Raum, von Schulen einmal ausgenommen, nicht thematisiert werden. Dann kam Guido Knopp.

Mit seinen Dokumentationen (“Hitlers Helfer”, “Hitlers Krieger”, “Hitlers Kinder”, “Hitlers Frauen”) feierte Knopp unerwartet Fernseherfolge, das Volk interessierte sich plötzlich zur besten Sendezeit für seine Geschichte. Mehr noch: Spätestens seit den Filmen “Speer und er” oder “Der Untergang” mit Bruno Ganz in der Rolle des Führers wurde deutlich, dass es in diesem Land ein Bedürfnis gibt, den Mythos auf einen normalen Menschen herunter zu brechen, der – wie in “Der Untergang” zu sehen – auch mal Nudeln isst. Das machte ihn alltäglicher, vielleicht begreifbarer, in jedem Fall kleiner.

Doch die ultimative Schrumpfkur für einen Mythos ist es, ihn ins Lächerliche zu ziehen. Moers hatte es bereits zweimal vorgemacht, dann folgte vor kurzem das Theaterstück “Mein Ball – ein Deutscher Traum” im Hamburger Schauspielhaus, in dem Hitler in den letzten Stunden darüber nachsinnt, wie Deutschland rasch noch Fußball-Weltmeister werden könne. Und zurzeit dreht Dani Levy die Komödie “Mein Führer – die wirklich wahrste Wahrheit über Adolf Hitler”. Es darf gelacht werden, der Führer ist als Witzfigur zum Abschuss per Pointe freigegeben.

“DER BONKER”: ADOLF IN DREI AKTEN

Klicken Sie auf ein Bild, um die Fotostrecke zu starten (4 Bilder).

Noch immer mit dabei: der Ruch des Verbotenen. In einer medial übersättigten Gesellschaft werden die letzten Tabus gebrochen, um noch Aufmerksamkeit zu erregen. Die da sind: Jesus und Hitler. Die Religion ist in diesen Breitengraden nicht mehr länger unantastbar, und Hitler, der größte Massenmörder mit dem längsten Schatten, wird als Wicht mit schmalem Bart verulkt.

Entsprechend verbrät auch Moers im “Bonker” wieder eine Riege von Unantastbaren. Im Führerbunker taucht Gandhi auf (verkleidet als sein Kumpan Michael Jackson), Hermann Göring (verkleidet als Eva Braun), der japanische Tenno (verkleidet als der Tod) und Mussolini (verkleidet als Gott). Damit ist übrigens auch schon die Handlung erzählt. Neu ist allerdings, dass Moers sich mit seinem dritten Band endgültig von der klassischen Comic-Form verabschiedet hat. Die Tragikomödie in drei Akten, wie es in der Unterzeile heißt, ist ein illustriertes Buch. Und: Diesmal gibt es auch etwas zum Basteln, den Bunker zum Nachspielen. Alle Figuren sind am Ende noch einmal einzeln zum Ausschneiden und mit Laschen versehen aufgeführt. Einfach zusammenkleben und über den Finger stülpen: “Mehr als ein bisschen Geschick, eine Schere und etwas Klebstoff benötigen Sie nicht, um der Gustaf Gründgens Ihrer Generation zu werden!”

Wem das als Amüsement nicht reicht, kann sich noch an der beigelegten DVD erfreuen. Auf ihr findet sich der 3D-animierte Videoclip zum Lied “Ich hock in meinem Bonker”. Der Song, mit sanftem Reggae unterlegt, ist eingängig, wenn nicht gar hitverdächtig, das Unbehagen ist nicht weit: Wie wäre es, wenn der Chorus “Adolf, Du alte Nazisau” morgens plötzlich aus dem Radio schallt und der Führer blitzartig auf Platz eins der Charts schnellt? Ohne Frage, dann hätte der in Sachen Merchandising überaus gewandte Moers einen weiteren Coup gelandet.

Doch dürfte man wählen, wie Vergangenheit bewältigt wird: Dann lieber das unbedarft schwarzrotgoldne Fahnenschwenken ohne einen allgegenwärtigen Führer.

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